Seezunge im Bananenblatt gegrillt

Vorab ein kleiner Tip von mir: wenn Ihr den ersten Bissen von diesem außergewöhnlichen Essen tut, dann schließt die Augen, und Ihr begebt Euch auf eine kulinarische Reise nach Thailand, auf die Malediven oder in irgendein Land, in dem es Bananen gibt.
Zunächst scheint der Aufwand für dieses Rezept groß, doch wenn ihr die Zutaten erst einmal beisammen habt, geht`s eigentlich recht schnell und einfach.

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Zutaten:
2 Seezungenfilets/ Person
2 Bananenblätter
1 kl. Kokosmilch (Tip: bestens geeignet “Aroy-d“)
1 EL rote Currypaste
1 Lemongrass,
2 Kaffirblätter (Zitronenblätter)
Koriander,Thaibasilikum (scharf)
Oystersauce, Fishsauce, Zucker zum Würzen.
Chiliöl (Für Schärfe-Liebhaber)

Zubereitung:
Zu Beginn wird der Fisch mariniert: für die Marinade geben wir die Kokosmilch mit 1 EL roter Currypaste, Lemongrass, Kaffirblätter und Korianderwurzel fein gehackt in eine Schüssel und vermischen alles gründlich. Den Thaibasilikum könnt Ihr entweder in Streifen jetzt zu der Marinade oder später in ganzen Blättern dem Fisch im Bananenblatt beigeben. Mit einem EL Oystersauce und Fishsauce würzen, gegebenenfalls ein wenig Zucker dazu geben.
Nun die Seezungen (ich habe sie vorab halbiert) in die Marinade legen und mindestens eine viertel Stunde lang einwirken lassen. Zwischenzeitlich kümmern wir uns um die Bananenblätter: Im Rohzustand sind die Blätter nicht geschmeidig genug; wir müssen sie also zunächst erhitzen, denn dadurch werden sie weich und geschmeidig (und sogar noch grüner!). Am besten geht dies auf einem Ceran-Kochfeld: Einfach eine Platte auf mittlere Hitze einschalten und die Bananenblätter mit einem Tuch oder Lappen vorsichtig darüber streichen. Den Strunk am Ende des Blattes schneide ich mit einer Schere heraus, und die Blätter lassen sich nun problemlos falten und formen.
Wenn der Fisch länger in der Marinade gelegen hat, so macht das gar nichts. Für diejenigen, die es gern ein bisschen schärfer mögen, empfehle ich noch Chiliöl. Dieses wird auf das Bananenblatt gestrichen, bevor Ihr nun den marinierten Fisch mit ein wenig Marinade in die Blätter einwickelt. Befestigt werden die “Pakete” mit Zahnstochern.

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Es gibt zwei Varianten des Garens:
Entweder für 20 Minuten in den Ofen oder in einer Pfanne ohne Fett (!) ca.10 Minuten braten. Eine Grillpfanne eignet sich besonders dazu, denn die Rillen würden sich zudem schön auf den Blättern abzeichnen. Mit diesem Rezept könnt Ihr beim nächsten Grillabend im Sommer den Schweinenacken-Grillern mal so richtig den Schneid abkaufen.

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Als Beilage eignet sich natürlich ein Duftreis und schönes Wok-Gemüse: dieses brate ich zunächst kräftig in einem Wok an und gebe dann die Marinade dazu … schon habe ich ein Wok-Gemüse-Curry.

Viel Erfolg beim Nachkochen,
Euer Tom

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