Bratkartoffeln

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Wir haben die Kartoffel linkhausklein.png angeblich den beiden Seehelden Sir Francis Drake linkhausklein.png und Sir Walter Raleigh linkhausklein.png zu verdanken, die die Kartoffel aus Südamerika im 16. Jahrhundert nach Europa brachten, vielen Dank also noch mal Euch beiden!

Vor einiger Zeit habe ich mir ein Kochbuch gekauft: „Kartoffeln-die besten Rezepte der Welt“, nur Bratkartoffeln werden darin nicht einmal erwähnt. Dabei sind diese – abgesehen von Pommes – der Deutschen liebste Zubereitungsart. Oder rede ich gerade nur von mir selbst … mal ganz ehrlich: Bratkartoffeln mit Spiegelei ist unangefochten mein Lieblingsessen!
Die besten Bratkartoffeln der Welt macht natürlich meine Oma. Man hat zwar danach das Gefühl, eine ‘halbe Sau’ verdrückt zu haben, aber nach 4-5 Stunden Verdauungsspaziergang geht es einem auch schon wieder gut.

Für ordentliche Bratkartoffeln braucht ihr festkochende Kartoffeln: Sieglinde, Berolina oder Cinja. Ich koche die Kartoffeln am liebsten einen Tag vorher, dann gelingen sie am besten. Sollte die Zeit dafür nicht reichen, so müssen die Kartoffeln aber in jedem Fall kalt sein! Schälen – oder nicht – ist Geschmacksache, bei mir auch von meiner Laune abhängig. Mit Schale schmecken sie allerdings noch ein wenig intensiver. Speck und Zwiebeln gehören für mich dazu, aber für Puristen reicht auch ein wenig Schnittlauch. Wenn ich im Restaurant Bratkartoffeln bestelle, gehe ich eigentlich stets davon aus, enttäuscht zu werden. Denn richtig gute Bratkartoffeln brauchen Zeit und Hingabe, diese fehlt in den meisten Fällen, außer bei meiner Oma natürlich.

Zutaten:

750 g gekochte Kartoffeln (festkochende, oder wenigstens vorwiegend festkochende)
2 Zwiebeln
150 g Speck gewürfelt
Öl
Schnittlauch, Salz und Pfeffer
Gute Pfanne (Teflon, am besten unbeschädigt)


Zubereitung:

Für richtig knusprig gebratene Bratkartoffeln braucht ihr etwas Geduld. Wichtig ist eine gute Pfanne – ich würde eine Teflon-Pfanne empfehlen. Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und dann mit ausreichend Öl in die heiße Pfanne geben. Erfahrungsgemäß dauert das Anbraten wenigstens 10 Minuten, erst dann den Speck dazu geben und noch ein wenig später die Zwiebeln. Ganz zum Schluss den Schnittlauch. Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln brauchen noch länger, und Ihr solltet dabei einen passenden Deckel für die Pfanne haben. Durch den entstehenden Dampf in der Pfanne garen die Kartoffelscheiben dann, aber eben erheblich langsamer; und die Gefahr, dass sie zu dunkel werden, bevor sie gar sind, ist groß.


Gutes Gelingen

Euer Tom

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