Tagewerk

Entropie – Kreativpotential der Natur. Interview mit Prof. T. S. W. Salomon

ZUR ROLLE DER ÄSTHETIK IN DEN MATHEMATISCHEN NATURWISSENSCHAFTEN AM BEISPIEL DES MAXWELL-FARADAYSCHEN ELEKTROMAGNETISMUS

Erstes Gespräch: Hochtechnologie – über das Risiko moderne Kathedralen zu bauen.

Eigentlich wollte ich hier nur ein Buch rezensieren. Das Buch heißt:

Eine Geschichte des Glasperlenspiels. Irreversibilität in der Physik. Irritationen und Folgen. Birkhäuser Verlag: Basel – Boston – Berlin 1990.

Aber ein durchaus nicht zufälliger Umstand gab mir Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Autor des Buches. Mit einem Raumfahrt-Ingenieur und Autor, der sich in Gefilden der Hochtechnologie ebenso auskennt wie in höhermathematischen Regionen der Wissenschaft – und hier mit einer exzellent ausgeprägten Kompetenz für die methodischen Basics theoretischer und praktischer Physik aufwarten kann..(…)

Weiterlesen

Kommentieren

Aktuelles

  • -
    Am Illusionenbeschleuniger: Die Eurokrise.
      Von Tim Boson
  • -
    Einbruch in mein Labor.
      Von Tim Boson
  • -
    DirkDirk
      Von Georg Schönharting
  • -
    Natur der Technik 24
      Von Tim Boson
  • 1
    Ohne TitelOhne Titel
      Von TEUTONIKA
  • -
    Schein
      Von Meyer & Meyer
  • Werkstatt


    Der Kuss

    Heute war der Tag sehr hoch. Und wir haben da ganz weit unten gelegen.
    Wie Fliegen in den Taschen eines Mantels,
    der hinten im Schrank hängt. So fühlten wir uns an.
    Aber man darf die Fühler nicht eingerollt lassen.
    Es gibt einen Weg nach draussen. Oder nach oben. Auch der höchste Tag ist einmal überwunden.
    Gehen wir es an. Wollen doch mal diese Wand in Angriff nehmen.
    Endgültig: Dieser Tag ist eine hohe Wand. Und wir stehen an seinem Grund.
    Diese Wand, die den Schatten macht. Mensch ist das hoch.
    Aber wir sind schließlich Freikletterer. Freeclimber.
    Mit nichts als unseren blanken Händen schicken wir eine SMS.
    Die erste so gegen Zehnuhrdreissig. Die erste ist immer die Schwerste.
    Das wäre geschafft. Wir stehen auf einem kleinen Vorsprung. Sind auch schon ein wenig stolz.
    Nicht sehr hoch, aber immerhin, die Antwort kommt schon eine Stunde später.
    Ein dünnes Seil von oben als Piepen in der Hosentasche. “Ja, ich freu mich.”
    Aber das hält nicht lange. War ja nur ganz dünn. Zack, schon durchgescheuert.
    Erstmal ein Schluck Wasser trinken. Zum Kaffee. Zur Stärkung. Dazu ein Keks.
    Die nächsten Schritte. Mit nichts als den blanken Fingern greife ich in diesen Papierstapel und ordne ihn, wirklich nur mit den blanken Händen greife ich nach der Tabelle. Beim ersten Mal rutsche ich ab. Beim zweiten Mal hält der Griff.
    Und die Füsse dabei immer schön fest gegen den Teppich gedrückt.
    Da können schon mal die Muskeln zittern. Aufpassen. Man muss sich gut einteilen. Nein, ich kann jetzt da nicht mal eben schnell in diese Besprechung! Du siehst doch, dass ich hier voll in der Wand hänge. Wie spät ist es? 13 Uhr erst? Na so wird das aber nichts hier. Man soll nicht dauernd auf die Uhr gucken. Das kostet Kraft. Immerhin erreiche ich dann aber einen nicht ganz so steilen Abschnitt. Die Mittagspassage. Pause. Da kann man sich auch gut an den Kollegen festhalten. In die Gespräche eingreifen und sich daran weiter hochziehen. Kraft einteilen für den Teil der Strecke, der dann umso härter auf uns zukommt.
    So zwischen Fünfzehn und Fünfzehnuhrdreissig muss ich dann mit nichts weiter als meinen nackten Augen ein Dokument lesen. Ich weiß, das wird schwer. Das brennt. Und danach noch mit nichts weiter als der blanken Stimme dazu etwas sagen. Wort für Wort. Absatz für Absatz. Winzige Absätze. Alles ohne Seil. Sich weiterziehen. Nur Stimmbänder. Keine Karabinerhaken. Keine Wasserflasche. Eindrücke suchen, wo keine Eindrücke sind. Keine Vorwände zum Festhalten. Kaum Vorsprünge. Alles platt und glatt. Es ist eine Quälerei. Todeszone so gegen 16 Uhr. Bloß nicht einschlafen hier im Meeting. Es gibt keine Seile, in denen du hängen könntest. Du musst aufpassen. Du darfst nicht einschlafen. Jetzt. Du musst wach bleiben. Du könntest sonst abrutschen. Ein Schritt nach dem anderen. Ich muss jetzt mit nichts als meinen beiden Ohren hören, was die anderen sagen. Kein Eishammer zur Verfügung. Nur das winzige Hämmerchen im eigenen Ohr. Und dann muss ich antworten. Wieder nur mit nichts als den blanken Stimmbändern. Teil dir den Sauerstoff ein. Rede nicht so schnell. Und immer schön die Füße auf den Teppich drücken. Mach einen kleinen Fortschritt. Bald kommt ein kleiner Abschnitt, die Strecke bis zum Kopierer, der fällt dann wieder leichter. Ein Schritt nach dem anderen. Nutze die Reibung des Teppichs, trinke ein Schluck aus dem Wasserspender. Du hast es gleich geschafft. Strecke den Arm aus und presse zwei Finger in die grüne Taste des Kopierers. Dort kannst Du dich ein wenig ausruhen. Es gibt da an der Klappe links beim Einzugschacht noch eine Kante, einen kleinen Vorsprung, zieh dich da hin, da kannst du dich festhalten. Ein sicherer Halt. Ein Vorwand. Schau das Licht. Es fällt nicht mehr so steil durch den Tag. Das schlimmste liegt hinter Dir. Schau nicht nach unten. Nicht auf den Fußboden. Jetzt noch ein paar Türklinken, sie lassen sich gut greifen. Sind stabil. Fass da an. Achte auf deine Füsse. Tritt da ein. Schau nach Vorwänden. Zieh dich weiter nach oben. Überhaupt, kannst du wieder mehr greifen. Die Begriffe werden wieder stärker. Sie geben einen Eindruck, einen Vorgriff. Greif da hinein. Zieh dich langsam hoch. Schicke noch eine SMS. Vielleicht kommt Antwort. Da! Hörst du, es piept schon wieder.

    Kurz vor dem Ziel. Ein guter Abend.
    Wir haben uns verabredet mit dem Ende dieses Tages in einem Garten.
    Von weitem sehe ich ihr Kleid an die Dämmerung gehängt.
    Ein helles Tuch in der Luft unter dem Ahorn. Der Boden ist voll Gras und ganz gerade.
    Hier klettern wir uns entgegen. Noch einmal höher. Jetzt eine Treppe. Stufe für Stufe die allerletzten Hochmeter.
    Jeder steigt seine Treppe auf einem geraden Boden.
    Sie kennt meinen Namen.
    Ich weiß wie sie heißt.
    Mit unruhigen Knien.
    Stehen wir vor uns.
    Zwanziguhrsechs.
    Oberster Absatz.
    Und lassen
    uns aus dieser Höhe ineinander kippen. Einstürzende Häuser, so nennen wir unsere Freude. Fallende Steine, sinkende Fenster, die Wände unserer Stirnen brechen herunter, Telefone, die sich begegnen, egale Regale, bodenlose Füße in den Gängen, eine Tür verlässt ihren Rahmen, die Kollegen Zähne an den Wasserleitungen, da kommen zwei Bildschirme auf mich, ihre Augen, der Mund fällt, der Kiefer geht nach unten, die Chefetage öffnet sich, Fahrstühle sausen. Ihre Lippen sind Farb-Patronen. Die Zunge ein Laserdrucker. Sie knnet meinn Nmanen um Zwaunnssiguhdire. Ich weiß wie sie hßtei. Da sthne riw zungelb trüme lefoneTe, leck Rchtg tief jtzt enein ziegel ähnez ommk sptze ippeln noch lma los kommt, Rhmanen dre Tür os drähte stckdosn stein putz wie drhestühle aus dre akntine bltzitzt rot die cola ziegl Gschirre ellert, abgeln, asser varenkerung kartffoln dringt ein lsa guss nass, kommt win osx tsstatrur stnneinen vorstssoen ktenordner brsetü, schnkle fechteue sane splaten, ressise beisssen dkomenute Tsche, funktoinien znge prckeln verfahren lcken nsae kt ikkfl, lis ngt, genehmigt ktion la toff shl ook lis sig kn ällt sig sil kmnmost mus litr sind au iegel los schwend isch L L krmo ersil effer elso cweben K L A S ss kkd quet rgb rgb r r o o o lache grün gelb skkk kks k koewig gfj öööj fb ru u u u5ö h ö4 uht uhr oksk dk kk ++ ll l,, ,0 10101010
    01001001001010001100000100111 001010100100 01 1ismus ismus trias ollsld ld l p % § & tisch woerteer kd 12o2o101001 i ii p p r tt dd auch ismus so z i pati smus fut i i ppp p kn Ld o o sstt udu km ahh aha o o l öö l lllqo2o3 3 4i – — ,- – ,- – ß ? ? eis haöä k l mus s e lle ö 01 101 01 011 01 0100 10 111 sehr
    nack sel stuhl sel 0 sich dernd 0 du weift lei ost o k o m v b m k lila selb hie lkj
    f h t 2 D L@ L @ r : :-) . ö ? .-) ik
    . .. .. … .. .. .k .. ., ..o k. …. …. …. tm t.m .m. ,. ,. ,. .,., .,.t. .r.,r. .e. . . …3.. . ..
    …. – . .-.weoioe : :: – ._. :-._ .: wiemqqp _:-: -: :_: -:lel _:_: _: * -: -:_: _:-:- :-: :-_:_: _ ._:_: _. -:-. -:- -: – -: _:.- : .t. ..t. ät.tt . ._: . _:_ t üör ltotp :_ _. _ -.- _ -.. ._ . ._._._:_ — _. . * _:_._ _. _ _._- dernd 0 du weift lei ost o k o m v * b m * k lila * selb hie lkj . .. .. .k .. ., ..o k. …. …. …. tm t.m *** ** * : .,..,..; : ;. ;.::;::.: . .. ;: ,.. .,m.,.:. ;.;: ;: ;:: :,:: , :; ,.;. ;.m.,:M;::.;::: :,: ,::: :., * * * * *** ** **
    f h * t 2 D L@ :-) L @ r : * . ö ? .-) ik *
    . .. .. … .. .. .k .. ., ..o k. …. …. …. tm t.m .m. ,. ,. ,. .,., .,.t. .r.,r. .e. . . …3.. . ..
    …. – . .-.weoioe : :: – ._. :-._ .: wiemqqp _:-: -: :_: -:lel _:_: _: -: -:_: _. -:-. -:- -: – -: _:.- * : .t. ..t. ät.tt . * . * . . ….. *
    : _. -:-. -:- -: – -:* _:.- * * : .t. ..t. ät.tt . * ._: . _:_ t üör ltotp :_ _. _ -.- _
    _. -:-. -:- -: – -: _:.- _. -:-. -:- -: – -: _:.- -. -:- -: – -: _:.- _. -:-. -:- -: – -: _:.- : .t. ..t. ät.tt . * ._: . _:_ * :-) t üör ltotp :_ _. _ -.- _-: – -: _:.- _. -:-. -:- -: -* -: _:.- -. -:- -: – -: _:.- * * _. -:-. -:- -: – -: _:.- * * * :-) * * *
    _. -:-. -:- -: – -: _:.- _. -::;Ö Ö;Ö _;_;-,; ;_ ;; *; _;; ;; _; _; ; ; _; _ :__: __: :_: _; ;: :. ; ::;:; : : ; : :::: :::: ::: :: :::: ::*:: ::: :::::: ::::: ::::::::::* :::::::: : :: : ::: :::: :::::: ::: ::: ::: _. -:-. -:- * -: – -: _:.- * : .t. ..t. ät.tt . ._: . _:_ t üör ltotp :_ _. _ -.- _ :-) * * * * *** * + * ******** **************** ****
    _. -:-. -:- -: – -: _:.- _. -: ;: . : M :: .; :; : ; : : ;. ;: ; ;: ; : :;: : :;: ; :; ;; :
    * * * * * * * * *
    * * * ** ** * * *** ** ** * ** *

    Labornotiz.


    Wahre Worte I


    Revolution

     

    Länge: 3:33 Minuten

    Skandalritualische Dynamik am Beispiel Ranickie

    (Nach James Clerk Maxwell)

    Eine Infomationsgesellschaft lebt in einem permanent sich selbst referierenden Ladungsfeld von Spruch und Widerspruch.

    Ähnlich wie in der Elektrodynamik ein sich änderndes elektrisches Feld das sich ändernde Magnetfeld induziert (und umgekehrt) – und damit eine fortlaufende Wellendynamik antreibt, so wirkt analog auch ein wellendynamisches Verhältnis zwischen Ritual-Bruch und Skandal-Induktion. Diese Dynamik sollte sich im Prinzip mit den Maxwellschen Gleichungen in ein Verhältnis setzen lassen. Eine Dynamik, die einen “kommunikativen” Motor entweder versorgt mit Informatorischen Impulsen, oder aber von einem Generator/Sender als informativer Wechsel-Strom in den Gesellschafts – Raum abstrahlt.

    (Hier lägen wohl auch die tieferen Erklärungen für die sinusartig erscheinenden Erregungsmodi von “Trend” und “Gegen-Trend” in ihrer sprachlich modulierten Form von “In” und “Out”. Wahrscheinlich zeigen sich hier Interferenzen oder Reflexionserscheinungen der oben beschriebenen Primärdynamik.)

    Der Vorgang sagt nichts über “Krisen” – im Gegenteil – man erkennt den normalen Flussdichteprozess einer informell-energetischen Abladung, wie sie in einer Informationsgesellschaft an der Tagesordnung sind.

    In dem Ranickie das Fernsehen skandalisiert, ritualisiert sich zugleich die Funktion “Fernsehen”. Indem sich aber die Funktion “Fernsehen” ritualisiert, skandalisiert sich die Funktion “Ranickie.”

    Und so weiter und fortlaufend in den Raum strahlend.

    Die klassische Systemtheorie versagt, wo sie nur in Systemen denkt, die sie als autopoietisch geschlossen beschreibt, einander “irritierend.”

    Es versagt der klassische Beobachterbegriff, da in einer Informationsgesellschaft der Beobachter selbst bereits immer eine strömungsoffene und öffnende Funktion ist. Es gibt keine klassischen Beobachterstandpunkte mehr, nur noch Beobachterbewegungen, die sich untereinander dynamisieren oder ladungstrennend Beobachtung und Gegenbeobachtung erneut polarisieren.

    Der klassische Beobachter verschmiert zu Aufenthaltswahrscheinlichkeiten.

    Tatsächlich wirkt in informatorisch aufgewärmten Gesellschaften
    ein Effekt, der Kommunikations – Felder zunehmend liquidiert zu
    dynamisch informellen Strömungsprozessen.

    Ähnlich wie eine Meta-Kelvin-Skala etwas über informelle Temperaturen von Körpern aussagen könnte – so dürfte eine Meta-Elektrodynamik eventuell einige mediale Bewegungsgesetze dieser Gesellschaft beschreiben helfen.

    In einem statistischen Mehrkörper-Ensemble nach Boltzmann wirken informelle Temperaturen oder Temperaturunterschiede, aber auch statistische Aufladungs-Effekte, etwa wie in den feinen Tröpfchen-Ensembles bei Gewitterwolken.

    So wäre eine informelles Mehrkörper-Ensemble nicht nur meta-thermodynamisch, sondern auch meta-elektrodynamisch beschreibbar.

    Zu klären wären informelle Meta-Elektronen als Ladungsträger.

    Labornotiz.


    Treppe

    Bilderbogen

    Lade Dir den Flash Player um die Diashow zu sehen.

    Randnotiz

    Lucia

    • Der Garten Eden ist nicht mehr. Aber es schmeckt sehr süß. Blätter fallen und der Teich wächst zu.

    Werbung

    Aussenwelt

    BlogPingR.de - Blog Ping-Dienst, Blogmonitor Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Bloggeramt.de Add to Technorati Favorites