Die Hummel und der Inkaschatz.

Vielleicht sollte ich mein Glück einfach in beide Hände nehmen.

Ein Abenteurer werden. Da, wo die Fremde am fremdesten ist, vergessene Inkaschätze neu entdecken. Das läg mir schon im Blut.

Mich schrecken nur die ganzen Impfungen.

Außerdem: welche Bank finanziert mir eine solche Reise vor, wenn ich als Sicherheit einen vergessenen Inka-Schatz angebe?

Ja, sicher: bring ich endlich das Leergut, kann ich von dem Geld voll gut zu den Inkas fahren.

Aber dann denk ich wieder: Ach, nein – um an das Leergut heranzukommen, muss ich erst den ganzen Müll runter bringen. Ach nein. Nicht jetzt. Nicht heute. Nicht überhaupt.

Vielleicht kann ich auch einfach nichts erreichen. Vielleicht kann man wissenschaftlich beweisen, dass ich, genetisch betrachtet, zur Spezies der Nix-Erreicher gehöre.

Andererseits ist da die Hummel: 4,5 Gramm Lebendgewicht, 1,45m² Flügelfläche im 60°-Flugwinkel. Wissenschaftlich betrachtet kann die Hummel nicht fliegen. Und spricht es nicht für ihre Gelassenheit, wie ihr das aber so was von am schwarz-gelben Arsch vorbeigeht? Daran sollte ich mir mal ein Beispiel nehmen!

Und mir den Hintern gelb-schwarz lackieren?

Hummel, Arsch und Zwirn! Natürlich nicht! Es geht um die Philosophie! Ich sollte die Knibbelarbeit nicht scheuen und mir ein Scheibchen von der Hummel abschneiden! Mal etwas ausprobieren, was – wissenschaftlich betrachtet – gar nicht zur mir passt. Mal etwas arbeiten, mir einen Job suchen.

Jetzt übertreibe ich aber.

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