TEUTONIKA – Leben in Deutschland

Schweigen machen.

Ich weiß von einem stillen Ort

Den hat ein Mensch gemietet

Auf dass er ihn vor jedem Wort

Und Ton der Welt behütet.

Das Leben, das den Fehler macht,

sich hierhin einzuladen

wird von ihm zum Verstumm’ gebracht

und kann ihm nicht mehr schaden.

So meiden alle diesen Platz

Die von dem Stummbold wissen.

Der Mensch darin, der rührt sich kaum

Er will auch niemand’ missen.

In dieses Schweigen, das er schuf

In einer Nacht wie heute

Kam doch jemand, ganz ohne Ruf

und sucht nach Diebesbeute.

Der Mensch, jeher von leichtem Schlaf,

Hört dieses fremde Leben

Und will es packen, um zur Straf’

Ihm nächtlich Ruh’ zu geben.

Der Dieb erschrickt und schnellt davon

und hat zum Glück gefunden:

Die Küchentür führt zum Balkon

Ein Sprung. Er ist entschwunden.

Der Mensch bleibt wach und denkt bei sich:

Oft kommen Diebe wieder.

Beim nächsten Mal entkommt es nicht

Schwört er und setzt sich nieder.

Die Zeit vergeht. Der Ort bleibt still.

Der Mensch schläft nun am Tage.

Weil er zum Schweigen bringen will

Das Nachtleben, die Plage.

Gut, dass der Ort so still ist, weil

dorthin darf niemand gehen.

Im Dunkeln wartet er mit Beil.

Er hofft aufs Wiedersehen.

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