Die Reise

Ich bin auf einer Reise, sagte das Mädchen.
  Ich und das Vöglein, das in mir wohnt.
  Eine Lerche. Wir fanden uns vor dem Wald. Vor sieben Tagen und sechs Nächten. Der kleine Vogel veränderte mich. Nun erfüllt mich Ruhe, und die Last meines Lebens wurde zum glücklichen Augenblick: Verborgen in mir; wie die Lerche. Sie verband sich mit meiner Tiefe.
  Eines Tages, wenn wir jemandem begegnen, werde ich der Lerche sagen: Die Reise ist es. Er ist nichts. Er hat nichts bemerkt; wo doch die Oberfläche alles sagt.
  Und die Lerche wird singen und zitternd in Freude sich an mich schmiegen, so dass ich ganz erhaben bin.
  Von wem zu wem die Reise? Die Frage stellt sich nicht.

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