Sonntags.

Sonntag voll Fleisch und Sonne. Gedöst. Eigentlich ein freier Tag.
Dann aber plötzlich Heißhunger auf Schokolade.
Also zum Spätkauf – Chinesen für Rum-Trauben-Nuss.

Deshalb Microprotokoll/Gespräch:

Ttljauben Nuuss Ruum, ja? Haben voon in Rekal, ja, ja, da voon, ja bitte.

Eijnpaakeen Tüte, ja?

Nein, ich nehm’s so, Danke, ist schon gut.

Ja, Ja, ohne Tüüüte, ja? Kejine Tüte?

Ja ohne Tüte, bitte.

Möjten noghwas? Zigajjetten, Wein, nein? Alles, ja. Bitte Eijnimdnejndsig Cent bitte?

Einundneunzig Cent?

Ja. Ja. Danke. Auuwiejdasehen, Ja.

Auf Wiedersehen.

Labornotiz:
Genau das.
Nichts Neues eigentlich. Trotzdem. Das eben ist Weltkultur. Nicht die Mona Lisa,
und auch nicht die Parerga und Paralipolema von Arthur Schopenhauer,
sondern eben genau das: Tüüte nein. ja. keine Tüüte, Möjten noghwas?
Diese Energie, die hier einstrahlt bis in die Grammatik,
die Buchstaben – das eben. Tatzeit im Werden. Weltkultur stark am Gaumen,
an den Stimmbändern.
Und die ist alles andere als banal.
Plötzlich heftige Sehnsucht nach den Vereinigten Staaten.

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