TEUTONIKA – Leben in Deutschland

Silvesterfondue

Hallo Ihr Lieben,

das Jahr neigt sich dem Ende zu, und es gibt wohl kaum einen anderen Tag, an dem so viel Fondue gegessen wird, wie am heutigen Silvesterabend.
Es passt ja auch wunderbar: Freude kommen zum Essen, und irgendwie muss man die Zeit bis Mitternacht ja „rumkriegen“. So ein Fondue ist gesellig und dauert, und dauert, und …

Was kann ich Euch dazu raten? Lasst Euer Fleisch nicht so lang in der Brühe oder im Fett. Wenn Ihr ein Fleischfondue mit Brühe macht (Chinoise), dann solltet Ihr vorher eine Fleischbrühe (z.B. Tafelspitzbrühe) kochen. Wichtig sind vor allem aber die Saucen:

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Ihr könnt sie entweder selbst zubereiten, oder die Fertigen etwas aufpeppen. Bei der fertigen Currysauce zum Beispiel einfach ein wenig Creme fraiche und Chilli drunter mischen, dann schmeckt’s noch besser. Die Barbecuesauce solltet Ihr unbedingt selber machen: Dazu Ketchup mit Sweet-Chilli, Curry, Honig vermischen, ein wenig frisch gehackten Ingwer und Knoblauch dazu, Pfeffer und einen Hauch Oregano. Die Knoblauch-Mayonaise darf nicht fehlen: einfach eine ganze Knoblauchzehe mit in die selbstgemachte Mayonaise geben. Und wenn Ihr sowieso schon eine Mayonaise zubereitet, dann ist der Weg zur Remoulade (mit Sardellen, Kapern feingehackt, Gewürzgurken, Zwiebelwürfel, gehacktes hart-gekochtes Ei und Petersilie) und zur Cocktailsauce (mit Tomatenketchup, Tomatenmark, Knoblauch, 1 EL Cognac oder Whiskey) auch nicht mehr weit.
Zum Fondue passen immer ein paar köstliche Salate, Grillkartoffeln mit einem Kräuterquark, und frisch aufgebackenes Baguette.

Beim Käsefondue:
Wo das Käsefondue ursprünglich herkommt, darüber streiten sich die Franzosen und die Schweizer. Ich tendiere ja eher zur Schweiz.

Wichtig ist hier natürlich der Käse: Üblich ist zur Hälfte Vacherin und Greyerzer. Ich habe es lieber ein wenig „rezenter“, wie man in der Schweiz so sagt. Also gebe ich noch ein wenig Appenzeller und einen kräftigen Emmentaler dazu. Pro Person rechne ich ca. 200 g geriebenen Käse.
Dann braucht Ihr noch einen Weisswein (ca. 0,1 L/Person), ein wenig Kirschwasser, Mondamin oder Maizener (Maisstärke), zum Abschmecken: Pfeffer und Muskat, und natürlich Brotwürfel.
Das Käsefondue wird in einem speziellen Fonduetopf aus Keramik (Caquelon) zubereitet. DenTopf vorab mit einer Knoblauchzehe einreiben, dann gebt Ihr ein wenig Weisswein hinein; so brennt Euch der Käse nicht so schnell an. Nun den geriebenen Käse hinein geben und langsam schmelzen lassen. Dabei immer rühren, und nach und nach mit Weisswein auffüllen, bis Euch die Konsistenz gefällt. Erst sieht das alles ein wenig klumpig aus, aber das gibt sich mit der Zeit. Auf 800 g Käse (4 Personen) gebe ich einen Esslöffel Maizener dazu. Den löse ich mit einem Schnapsglas Kirschwasser auf und gebe ihn in die Masse hinein, wenn der Käse geschmolzen ist. Dann nur noch mit Pfeffer und Muskat abschmecken, das Rechaud anzünden und schon kann es losgehen.

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Zum Abschluss dieses Jahres möchte ich mich mal für Eure zahlreichen Besuche und all die schönen Kommentare bedanken. Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich auf baldiges Wiedersehen.

Euer Tom

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